Nicht nur Zeitungen, sondern auch die Werbebranche, die gesamte Öffentlichkeitsarbeit, sowie Marketing ganz generell hat sich geändert. In einer Rede von Rubert Mordoch bezeichnet er sich selbst und andere amerikanische Journalist/innen als "digital immigrants", die sich speziellen Herausforderungen des digitalen Zeitalters stellen müssen. Was sind aber genau diese Änderungen und Herausforderungen?
Ich denke, dass die wichtigste Erneuerung die gesellschaftliche Position von z.B. Journalist/innen und Werbefachleuten ist. Früher konnten diese in ihren Kämmerchen sitzen, schreiben und kreieren, anschließend publizieren. Fertig. Natürlich konnten auch damals schon Leser/innenbriefe geschrieben oder telefonische Beschwerden entgegengenommen werden. Aber seit es das Internet der heutigen Form gibt, ist alles anders. Vom Recherchieren übers Kommentieren hin bis zur Schlagartigen Verbreitung können weder Journalist/innen noch Werbetreibende wegsehen.
Es reicht nicht mehr im Kämmerchen zu sitzen, etwas auszuhecken und es dann zu publizieren. Wer sein Hinterteil nicht hochbekommen, sich in Netzwerke einklinkt, einen Dialog betreibt und mit der Zeit geht wird online entweder ignoriert, oder nicht sonderlich beliebt sein.


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