Dienstag, Juni 23

Mozilla's Marketingstrategie - ein Vorzeigebeispiel

Ich bin ein Mozilla-Fan. Ich verwende nicht nur ihre Produkte Firefox und Thunderbird, sondern auch das Marketing fasziniert mich.

Wie viele Non-profit Organisationen funktioniert die Mozilla Foundation nur, weil es tausende Menschen auf der Welt gibt, die dazu beitragen. Firefox steht für eine spezielle Erfahrung des Internets, wie sie kein anderer Browser bieten kann. Eine Idee, die von so vielen Menschen getragen wird und ein speziell gutes Marketingkonzeption hat, kann durchaus mit Konzernen wie Microsoft und Apple konkurrieren. Ein Firefox-Marktanteil von 22.51% ist diesbezüglich also nicht ohne.

Im Kern der Strategie zählt Firefox auf das "pull" Prinzip. Das bedeutet, dass sie nicht versuchen den Leuten ihr Produkt aufzudrücken, sondern begeisterte Fans (so wie ich) dazu ermutigt werden Mundpropaganda auf diverse Art zu betreiben. Die eigens dafür entwickelte Seite heißt Spread Firefox. Für alle Fans, die gerne ihr eigen designtes Firefox T-Shirt tragen möchten ist der Community Store entworfen worden. Werbung wird dadurch überflüssig, nachdem Leute freiwillig Firefox-Banners auf ihre Seiten stellen. Die Produkte von Mozilla sind open source und dadurch können alle sie weiterentwickeln. Defakto bedeutet das Crowdsourcing der Produktproduktion, was zu einer richtigen Bewegung führen kann. Als Plattform für dieses Crowdsourcing stellt die Mozilla Foundation Mozilla Labs zur Verfügung.

AdAge berichtet, dass Mozilla von Anfang an auf Mundpropaganda gesetzt hat. Das erste Netzwerk in dem sie Firefox verbreitet haben waren Uni-Campuse. Mit der CampusReps Initiative wurden Studierende angehalten Firefox auf ihrer Uni zu verbreiten und die Diskussion über Open Source Browser anzuregen. Nachdem die Universitäten tendenziell starke Netzwerke sind verbreitete sich die Botschaft schnell und mit der Zeit auch über die Grenze der Unis hinaus.



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3 Kommentare:

onreact.com hat gesagt…

Das stimmt zwar, aber zudem funktioniert Mozilla vor Allem auch wegen der Hardcore Business Facts. Das ist zum einen die Partnerschaft mit Google: Für jede Suche die ein Firefox-Nutzer bei Google macht erhält Mozilla einen Bruchteil eines Cents aber das diese Abermillionen Suchen pro Tag sind...
Das Geld ist also da.
Zudem wurde die ganze Vorarbeit von Netscpae gemacht, d.h. die Softwar ewar quasi in Grundzügen da und wurde nur verfeinert bzw. abgespeckt.
Es sit also nicht nur die Art des Marketings oder dessen Abwesenheit die dazu führt, dass Mozilla so gut funktioniert.

Florian Engel hat gesagt…

da hast du natürlich recht - im vergleich zu den meisten herkömmlichen unternehmen haben nur unternehmen, die open source produkte vertreiben verstanden, dass interaktion, crowdsourcing und mundpropaganda wichtige Aspekte der Werbung sind...
Und ja, auch Mozilla hat Zeitungswerbung geschalten. Trotzdem ist sowas bei denen eine Ausnahme ;-)

harald hat gesagt…

Die Marketingstrategie von Mozilla finde ich brillant. Sehr gute Übersicht!

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